Indikatoren

Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Ob Daten­strom oder Nachrichten­flut: die Übersicht geht rasch verloren. Deshalb stecken wir viel Zeit in die Entwicklung proprietärer Indikatoren, die es uns erlauben, wichtige von spannenden Informationen zu unter­scheiden. Zwei dieser Indikatoren stellen wir Ihnen hier vor – und aktualisieren sie regel­mässig.


W&P Exportklimaindikator Schweiz

W&P Exportklimaindikator Schweiz
Quelle: Europäische Kommission, Thomson Reuters Datastream, Wellershoff & Partners

Die Stimmung in den Schweizer Absatzmärkten steigt auch im neuen Jahr

Zürich, 7. Februar 2017

Der W&P Exportklimaindikator Schweiz steigt auch im ersten Monat des neuen Jahres gegenüber dem Vormonat an. Erneut zeichnen sich dafür insbesondere bessere Stimmungsdaten aus den Vereinigten Staaten verantwortlich. Der Indikator erklimmt damit den höchsten Stand seit Juni 2011. 

Der im September begonnene steile Anstieg des W&P Exportklimaindikators setzt sich auch im Januar 2017 fort. Mit einem aggregierten BIP-Jahreswachstum von 3.2 Prozent wird die höchste Rate für die Schweizer Absatzmärkte seit fünfeinhalb Jahren angezeigt. Obwohl auch die tatsächliche Wirtschaftswachstumsrate im vierten Quartal 2016 gemäss jüngsten Schätzungen auf mittlerweile knapp 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist, signalisiert der Indikator damit weiteren Spielraum für eine Wachstumssteigerung im ersten Halbjahr 2017. 

Wie schon in den Vormonaten geht der Anstieg des Indikators massgeblich auf eine Stimmungsaufhellung in den Vereinigten Staaten zurück. Insbesondere die amerikanischen Privathaushalte sind optimistisch gestimmt. Daneben halten sich die im Monatsvergleich leicht höheren Stimmungswerte aus Italien und Österreich mit den leichten Rückgängen in Deutschland und Grossbritannien die Waage. Allerdings signalisieren gerade in Deutschland, dem wichtigsten Schweizer Absatzmarkt, die sowohl bei Konsumenten als auch bei Unternehmen durchgeführten Stimmungsumfragen steigende Wachstumsraten.

Wir verfügen über vorauslaufende Indikatoren zur Entwicklung des Konjunkturklimas in mehr als dreissig Ländern und Regionen. Gerne stellen wir Ihnen diese detaillierten Informationen zur Verfügung oder berechnen für Sie einen massgeschneiderten Indikator, der die Stimmung in den einzelnen Ländern gemäss den Absatzvolumen Ihres Unternehmens oder Ihrer Branche gewichtet.

Kontakt

Markus Schmieder
+41 44 256 10 32
markus.schmieder@wellershoff.ch


W&P-BIP-Statistik für China

W&P-BIP-Statistik für China
Quelle: Thomson Reuters Datastream, Wellershoff & Partners

Chinas Wirtschaft legt zum Ende des Jahres 2016 nochmals zu

Zürich, 16. Januar 2017

Mit einer Jahreswachstumsrate von 6.5 Prozent wuchs Chinas reales Bruttoinlandprodukt (BIP) im vierten Quartal 2016 so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr. Für den Monat Dezember zeigen die bottom-up-Statistiken gar ein Wachstum von 6.7 Prozent an. Das zeigt das Update der W&P-BIP-Statistik für China von Wellershoff & Partners. Im dritten Quartal 2016 lag das Wachstum noch bei 6.1 Prozent. Damit hat China die Konjunkturschwäche, die Mitte 2015 einsetzte, wieder klar hinter sich gelassen.

Als Zugpferd der wirtschaftlichen Erholung Chinas hat sich im vierten Quartal 2016 der Bausektor erwiesen. Der W&P-Bauindikator legte im vierten Quartal um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Dass sich dies positiv auf den Rest der Wirtschaft auswirkt, zeigt sich nicht nur an den robusten Detailhandelsumsätzen oder der euphorischen Konsumentenstimmung. Auch in der Industrie zeigen die alternativen Schätzungen von Wellershoff & Partners eine leichte Erholung an.

Diese erfreuliche Wachstumserholung hat jedoch seinen Preis. Chinas Unternehmen verschuldeten sich auch 2016 ungebremst weiter. Der Bestand an ausstehenden Bankkrediten stieg im vergangenen Jahr um 12 Prozentpunkte des BIP an, die gesamten Bankforderungen gar um 25 Prozentpunkte. Das macht den chinesischen Unternehmenssektor zum mit Abstand am stärksten verschuldeten Unternehmenssektor unter allen Schwellenländern. Trotzdem: Nichts deutet derzeit darauf hin, dass sich an den Prioritäten der chinesischen Wirtschaftspolitik etwas ändern würde. Auch 2017 bleibt die Erreichung der offiziellen Wachstumsvorgaben höchste Priorität – koste es, was es wolle.

Die offizielle BIP-Statistik für das vierte Quartal 2016 wird am 20. Januar veröffentlicht.

Wellershoff & Partners hat in aufwändiger Detailarbeit die verfügbaren Produktionsstatistiken gesichtet, die besten ausgewählt und schätzt mit der W&P-BIP-Statistik für China eine ungeschönte Alternative zu den offiziellen Zahlen. Details und Hintergründe zur Berechnung der W&P-BIP-Statistik für China finden Sie im unten angehängten Critical PerspectivesKontaktieren Sie uns, wenn Sie sich für regelmässigere Updates und weitere Hintergrundinformationen interessieren.

 

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Christa Janjic-Marti
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christa.janjic-marti@wellershoff.ch